Was ist die Grundversorgung?
Wer in Deutschland keinen eigenen Stromvertrag abschließt, landet automatisch beim örtlichen Grundversorger. Das ist das Unternehmen, das in einer Region die meisten Haushaltskunden versorgt. Die Grundversorgung gilt als Sicherheitsnetz – sie kann nicht einfach gekündigt werden und ist jederzeit verfügbar.
Der Nachteil: Grundversorgungstarife gehören in den meisten Regionen zu den teuersten Optionen auf dem Markt. Verbraucher, die nie aktiv einen Stromvertrag abgeschlossen haben, zahlen häufig mehr als nötig.
Was bieten Wechselanbieter?
Alternativtarife von anderen Anbietern sind in der Regel günstiger als die Grundversorgung. Das liegt vor allem am Wettbewerb auf dem liberalisierten Strommarkt. Wechselanbieter können günstigere Konditionen anbieten, weil sie überregional agieren und ihre Kosten anders kalkulieren.
- Günstigere Kilowattstundenpreise
- Niedrigere Grundgebühren
- Mögliche Bonusleistungen wie Neukundenboni
Worauf beim Vergleich zu achten ist
Der reine Preisvergleich reicht nicht aus. Ein Tarif mit sehr niedrigem Grundpreis kann bei hohem Verbrauch teurer sein als ein Tarif mit etwas höherem Grundpreis aber niedrigerem Arbeitspreis. Entscheidend ist daher immer der Jahresgesamtpreis bezogen auf den eigenen Verbrauch.
Grundlage jedes Stromvergleichs sollte der tatsächliche Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung sein.
Ökostrom als Option
Viele Alternativanbieter werben mit Ökostromtarifen. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um zertifizierten Strom aus erneuerbaren Quellen handelt oder lediglich um den Kauf von Herkunftsnachweisen ohne tatsächliche Investition in erneuerbare Energie. Wer besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte auf unabhängige Zertifizierungen achten.
Der Wechselprozess
Ein Anbieterwechsel ist in Deutschland durch das Energiewirtschaftsgesetz klar geregelt. Der neue Anbieter übernimmt üblicherweise die Kündigung beim alten Anbieter. Der Wechsel selbst ist unkompliziert und dauert in der Regel wenige Wochen. Die Stromversorgung wird dabei zu keinem Zeitpunkt unterbrochen.
Wer regelmässig – etwa alle ein bis zwei Jahre – seinen Tarif überprüft, kann langfristig nennenswerte Beträge einsparen, ohne auf Versorgungssicherheit verzichten zu müssen.
